Potenzial nutzen - Machbarkeitsstudien für St. Johannes und Gut Hirt

8. Juli 2024

 

Die Katholische Kirchgemeinde Zug hat für die Pfarreiareale St. Johannes und Gut Hirt Machbarkeitsstudien in Auftrag gegeben. Beide Areale sollen weiterentwickelt werden. In St. Johannes soll das Areal um den Kirchenplatz aufgewertet und zu einem lebendigen Raum mit hoher Aufenthaltsqualität für das ganze Quartier werden. Im Gut Hirt wird ausgelotet, welche baulichen Massnahmen möglich sind und wie diese für die Kirche und das Quartier optimal genutzt werden können.

 

Der Kirchenplatz St. Johannes hat das Potenzial, zum pulsierenden Herzen des Hertiquartiers zu werden, sind Kirchenrat und Pfarrei überzeugt. Im Juni hat der Kirchenrat ein Entwicklungskonzept in Auftrag gegeben. Es soll aufzeigen, wie das Umfeld der Kirche St. Johannes mit Kirchenplatz, Zugang von St. Johannesstrasse und Vorbereich des Alterszentrums Herti als öffentlicher Begegnungs-, Gemeinschafts- und Quartierplatz weiterentwickelt werden könnte. Der Raum soll aufgewertet, einladender gestaltet und flexibel nutzbar gemacht werden. Gefragt sind gestalterisch und betrieblich überzeugende Ideen und Lösungsvorschläge, welche die Aufenthaltsqualität erhöhen. Die Pfarrei und die Quartierbevölkerung werden aktiv in den Prozess einbezogen.

 

Bauliche Möglichkeiten im Gut Hirt ausloten

Auch das Kirchliche Zentrum Gut Hirt soll weiterentwickelt werden. Hier hat der Kirchenrat eine städtebauliche Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, welche die baulichen und räumlichen Entwicklungsmöglichkeiten des bestehenden Gebäudekomplexes ausloten soll. Dabei ist dem Kirchenrat wichtig, im Einklang mit den Bedürfnissen des Quartiers und einer qualitativ hochwertigen Stadtentwicklung zu handeln. «Wir sehen uns in der Verantwortung, unseren Beitrag zu einer gesunden und nachhaltigen Quartierentwicklung beizutragen», erklärt der zuständige Kirchenrat Stefan Hegglin. Schon heute werden die Räume für unterschiedlichste Zwecke genutzt, beispielsweise für die Schulergänzende Betreuung der Stadt. «Solches und Ähnliches muss in Zukunft noch verstärkt möglich sein, wenn wir unseren Beitrag für ein funktionierendes Miteinander erfüllen wollen», ist auch Kirchenratspräsident Patrice Riedo überzeugt.

Erste Ergebnisse beider Studien werden im Herbst erwartet.

 

Neues Wappenfenster in der Kirche Gut Hirt

4. Juli 2024

 

20 Wappenfenster sorgen in der Kirche Gut Hirt Zug für einen speziellen Lichteinfall. Vor einigen Wochen kam das jüngste, ganz spezielle Wappenfenster dazu. Die Kirchgemeinde ehrt damit Dr. Tadeusz Kądziołka, der die Pfarrei Gut Hirt in den Jahren 1998 – 2002 betreute und führt damit eine mittlerweile fast 90jährigen Tradition fort. Kądziołka ist aus Polen angereist und wird am 14. Juli den Sonntagsgottesdienst in seiner ehemaligen Pfarrei zusammen mit seinem Vorgänger, Pfarrer Josef Wolf, zelebrieren. Das Wappenfenster ist ab sofort an der Kirche Gut Hirt zu bestaunen.

 

Betrachtet man die Chorfenster in der Kirche Gut Hirt in Zug, bemerkt man, dass der Stanser Künstler Anton Flüeler 1937 jeder Heiligenfigur ein Stifterwappen beifügte. Alle diese Wappen erinnern bis heute an die Familien und Personen, die es mit ermöglicht haben, den Kirchenbau für das in den 1930er Jahren stark wachsende Quartier zu realisieren.

 

Tradition weiterführen

In späteren Jahren knüpfte man an die Tradition an und begann die Wappen der langjährigen Pfarrer zu verewigen, um an deren Verdienste für die Pfarrei zu erinnern. Bis vor Kurzem zierten 19 Wappenfenster die Kirche und sorgten für einen ganz besonderen Lichteinfall. Nun ist das jüngste dazugekommen. Es ehrt Tadeusz Kądziołka (*1946). Er betreute von 1998 bis 2002 die Pfarrei Gut Hirt, bis ihn der Bischof seiner polnischen Heimatdiözese Lublin zum Regens des dortigen Priesterseminars berief.

 

Neues Wappen erschaffen
In Ermangelung eines Familienwappens, hat sich das Glasatelier Scholz in Rümlang der Aufgabe angenommen, das Fenster nach heraldischen Grundsätzen zu entwickeln. Zentrale Elemente im Wappen sind die polnische Flagge und die Weizengarbe. Sie verweisen auf die Heimatverbundenheit und die bäuerliche Herkunft des ehemaligen Pfarrers von Gut Hirt.

 

Im Juli kommt Tadeusz Kądziołka zurück nach Gut Hirt, um das für ihn kreierte Wappenfenster zu sehen. Zusammen mit seinem Vorgänger Pfarrer Josef Wolf zelebriert er den Sonntagsgottesdienst am 14. Juli um 9.30 Uhr. Der anschliessende Apéro bietet Gelegenheit, sich untereinander und mit den ehemaligen Pfarrern zu unterhalten und auf die Installation anzustossen. Das Wappenfenster kann ab sofort in der Pfarrkirche Gut Hirt in Zug bestaunt werden.

Bilder

 

Kirchgemeinde investiert Überschuss in Sanierungen, preisgünstigen Wohnungsbau und soziale Projekte

11. Juni 2024

 

Die katholische Kirchgemeindeversammlung genehmigt am 10. Juni 2024 die Jahresrechnung mit einem Überschuss von 5,9 Mio. Franken und folgt den Vorschlägen zur Gewinnverwendung einstimmig. Somit werden 2,5 Mio. Franken für die Instandhaltung der sanierungsbedürftigen Kirchen St. Michael, St. Oswald und Liebfrauenkapelle eingesetzt. Weitere 2 Mio. Franken fliessen in einen Fonds für preisgünstigen Wohnungsbau und 500 000 Franken in soziale Projekte. Trotz Rekordergebnis schaut der Kirchenrat mit gemischten Gefühlen und grosser Betroffenheit auf das vergangene Jahr und stellt sich den grossen Fragen der Zukunft.

 

Das rekordhohe Ergebnis der Kirchgemeinde Zug täuscht über ein ausserordentlich schwieriges Jahr hinweg. Die Ergebnisse der Missbrauchsstudie haben tiefe Spuren hinterlassen. Drei Mal mehr Personen als in Durchschnittsjahren sind 2023 aus der katholischen Kirche Zug ausgetreten. Entsprechend stellte Kirchenratspräsident Patrice Riedo an der Kirchgemeindeversammlung vom 10. Juni 2024 nicht den Rekordüberschuss, sondern die Menschen in den Mittelpunkt. Er dankte den Angestellten, die im 2023 oft als Prellbock dienen mussten und den Anwesenden, stellvertretend für die rund 11 000 Mitglieder der Katholischen Kirchgemeinde Zug, für ihre Unterstützung. Er unterstrich, wie wichtig ihr Beitrag ist, damit die Kirche vor Ort Gutes bewirken kann.

 

Weichen stellen für die Kirche von morgen

Gleichzeitig betonte Riedo, dass die Kirche sich verändern muss. Und, dass der Kirchenrat, gemeinsam mit der Pastoral seinen eigenen Weg – vor Ort – sucht. Mit dem Projekt «Mensch + Kirche Zug 2035» ist er bereits seit gut einem Jahr unterwegs. Mit einem breit angelegten Mitwirkungsprozess, zu dem alle Interessierten eingeladen sind, will er die Weichen für die Zukunft aktiv stellen. Damit die Kirche in Zug ihre sozialen und gesellschaftsrelevanten Aufgaben weiterhin wahrnehmen kann. «Jede und jeder kann sich einbringen. Nutzen Sie diese Chance!», lud auch Kirchenrätin Susanne Klass-Auf der Maur ein, an der Auftaktveranstaltung vom 24. August teilzunehmen.

 

Traktanden einstimmig genehmigt

Sowohl die Jahresrechnung mit dem Überschuss von 5,9 Mio. Franken, als auch die Gewinnverwendung wurden einstimmig genehmigt. 2,5 Mio. Franken werden für die Instandhaltung der sanierungsbedürftigen Kirchen St. Michael, St. Oswald und Liebfrauenkapelle eingesetzt. 2 Mio. fliessen in einen Fonds für preisgünstigen Wohnungsbau und 500 000 Franken in Spenden. Zudem genehmigte die Kirchgemeindeversammlung den Verwaltungsbericht und die Kreditabrechnung für Renovationsarbeiten in der Kirche und im Pfarreizentrum Gut Hirt.

 

 

Mensch + Kirche Zug 2035: Gemeinsam in die Zukunft

5. Juni 2024

 

 

Die Katholische Kirche der Stadt Zug steht vor einer Zeit der Veränderung und Erneuerung. Mit dem ambitionierten Projekt «Mensch + Kirche Zug 2035» öffnet sie ihre Türen für Ideen und Mitwirkung aus der Gesellschaft. Die Auftaktveranstaltung findet am Vormittag vom 24. August 2024 in der Kirche St. Johannes der Täufer in Zug statt. Alle Interessierten sind eingeladen, sich einzubringen.

 

Angesichts der aktuellen gesellschaftlichen und innerkirchlichen Herausforderungen hat die Katholische Kirche Stadt Zug das Projekt «Mensch + Kirche Zug 2035» ins Leben gerufen. Ziel ist es, die pastorale Arbeit, die Nutzung kirchlicher Immobilien und die langfristige finanzielle sowie personelle Planung zukunftsfähig zu gestalten. «Wir möchten eine Kirche bauen, die mit den Menschen unterwegs ist und gemeinsam mit ihnen wächst» erklärt Pastoralraumpfarrer Reto Kaufmann.

 

Die Kirche ist heute schon viel mehr als ein Ort der Liturgie und Seelsorge. Viele ihrer Dienste, beispielsweise die Diakonie & Sozialen Dienste, ergänzen jene von Gemeinde und Kanton und springen dort in die Bresche, wo es Lücken gibt im System. Kirchliche Immobilien sind nicht nur Kulturgüter, sie sind prägend für das Stadtbild und wirken identitätsstiftend. Die Pfarreizentren sind Treffpunkte in den Quartieren und bieten Raum für verschiedenste Aktivitäten und Menschen. «Dieses Potenzial gilt es auszuschöpfen und weiterzuentwickeln» ist Kirchenratspräsident Patrice Riedo überzeugt.

 

Breite Mitwirkung erwünscht
Um die katholische Kirche in Zug auf zukünftige Herausforderungen auszurichten, wollen Kirchenrat und Pastoral eng mit der Gesellschaft zusammenarbeiten. Der erste grosse Schritt in diesem Prozess bildet die Auftaktveranstaltung am 24. August 2024. Am halbtägigen Anlass wird der Grundstein für eine offene Diskussion über die Zukunft der katholischen Kirche im Raum Zug gelegt. Die Veranstaltung bietet Platz für Austausch, Diskussion und die Entwicklung von Ideen. Dabei wird besonders Wert auf die Einbindung verschiedener Stimmen gelegt. Später wird in Workshops an einzelnen Themen weitergearbeitet. Um Professionalität und Unabhängigkeit zu garantieren, wird der Mitwirkungsprozess von einer externen Firma geführt und begleitet. Eingeladen sind alle Interessierten. Anmeldung unter www.kath-zug.ch/mitwirkung

 

Grüezi

Die Stadtzuger Pfarreien bilden zusammen mit der Pfarrei St. Johannes in Walchwil den Pastoralraum Zug Walchwil.

 

Please visit good-shepherd.ch, the website of our «English Speaking Catholic Community»

 

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