Kirchgemeinde investiert Überschuss in Sanierungen, preisgünstigen Wohnungsbau und soziale Projekte

11. Juni 2024

 

Die katholische Kirchgemeindeversammlung genehmigt am 10. Juni 2024 die Jahresrechnung mit einem Überschuss von 5,9 Mio. Franken und folgt den Vorschlägen zur Gewinnverwendung einstimmig. Somit werden 2,5 Mio. Franken für die Instandhaltung der sanierungsbedürftigen Kirchen St. Michael, St. Oswald und Liebfrauenkapelle eingesetzt. Weitere 2 Mio. Franken fliessen in einen Fonds für preisgünstigen Wohnungsbau und 500 000 Franken in soziale Projekte. Trotz Rekordergebnis schaut der Kirchenrat mit gemischten Gefühlen und grosser Betroffenheit auf das vergangene Jahr und stellt sich den grossen Fragen der Zukunft.

 

Das rekordhohe Ergebnis der Kirchgemeinde Zug täuscht über ein ausserordentlich schwieriges Jahr hinweg. Die Ergebnisse der Missbrauchsstudie haben tiefe Spuren hinterlassen. Drei Mal mehr Personen als in Durchschnittsjahren sind 2023 aus der katholischen Kirche Zug ausgetreten. Entsprechend stellte Kirchenratspräsident Patrice Riedo an der Kirchgemeindeversammlung vom 10. Juni 2024 nicht den Rekordüberschuss, sondern die Menschen in den Mittelpunkt. Er dankte den Angestellten, die im 2023 oft als Prellbock dienen mussten und den Anwesenden, stellvertretend für die rund 11 000 Mitglieder der Katholischen Kirchgemeinde Zug, für ihre Unterstützung. Er unterstrich, wie wichtig ihr Beitrag ist, damit die Kirche vor Ort Gutes bewirken kann.

 

Weichen stellen für die Kirche von morgen

Gleichzeitig betonte Riedo, dass die Kirche sich verändern muss. Und, dass der Kirchenrat, gemeinsam mit der Pastoral seinen eigenen Weg – vor Ort – sucht. Mit dem Projekt «Mensch + Kirche Zug 2035» ist er bereits seit gut einem Jahr unterwegs. Mit einem breit angelegten Mitwirkungsprozess, zu dem alle Interessierten eingeladen sind, will er die Weichen für die Zukunft aktiv stellen. Damit die Kirche in Zug ihre sozialen und gesellschaftsrelevanten Aufgaben weiterhin wahrnehmen kann. «Jede und jeder kann sich einbringen. Nutzen Sie diese Chance!», lud auch Kirchenrätin Susanne Klass-Auf der Maur ein, an der Auftaktveranstaltung vom 24. August teilzunehmen.

 

Traktanden einstimmig genehmigt

Sowohl die Jahresrechnung mit dem Überschuss von 5,9 Mio. Franken, als auch die Gewinnverwendung wurden einstimmig genehmigt. 2,5 Mio. Franken werden für die Instandhaltung der sanierungsbedürftigen Kirchen St. Michael, St. Oswald und Liebfrauenkapelle eingesetzt. 2 Mio. fliessen in einen Fonds für preisgünstigen Wohnungsbau und 500 000 Franken in Spenden. Zudem genehmigte die Kirchgemeindeversammlung den Verwaltungsbericht und die Kreditabrechnung für Renovationsarbeiten in der Kirche und im Pfarreizentrum Gut Hirt.

 

 

Mensch + Kirche Zug 2035: Gemeinsam in die Zukunft

5. Juni 2024

 

 

Die Katholische Kirche der Stadt Zug steht vor einer Zeit der Veränderung und Erneuerung. Mit dem ambitionierten Projekt «Mensch + Kirche Zug 2035» öffnet sie ihre Türen für Ideen und Mitwirkung aus der Gesellschaft. Die Auftaktveranstaltung findet am Vormittag vom 24. August 2024 in der Kirche St. Johannes der Täufer in Zug statt. Alle Interessierten sind eingeladen, sich einzubringen.

 

Angesichts der aktuellen gesellschaftlichen und innerkirchlichen Herausforderungen hat die Katholische Kirche Stadt Zug das Projekt «Mensch + Kirche Zug 2035» ins Leben gerufen. Ziel ist es, die pastorale Arbeit, die Nutzung kirchlicher Immobilien und die langfristige finanzielle sowie personelle Planung zukunftsfähig zu gestalten. «Wir möchten eine Kirche bauen, die mit den Menschen unterwegs ist und gemeinsam mit ihnen wächst» erklärt Pastoralraumpfarrer Reto Kaufmann.

 

Die Kirche ist heute schon viel mehr als ein Ort der Liturgie und Seelsorge. Viele ihrer Dienste, beispielsweise die Diakonie & Sozialen Dienste, ergänzen jene von Gemeinde und Kanton und springen dort in die Bresche, wo es Lücken gibt im System. Kirchliche Immobilien sind nicht nur Kulturgüter, sie sind prägend für das Stadtbild und wirken identitätsstiftend. Die Pfarreizentren sind Treffpunkte in den Quartieren und bieten Raum für verschiedenste Aktivitäten und Menschen. «Dieses Potenzial gilt es auszuschöpfen und weiterzuentwickeln» ist Kirchenratspräsident Patrice Riedo überzeugt.

 

Breite Mitwirkung erwünscht
Um die katholische Kirche in Zug auf zukünftige Herausforderungen auszurichten, wollen Kirchenrat und Pastoral eng mit der Gesellschaft zusammenarbeiten. Der erste grosse Schritt in diesem Prozess bildet die Auftaktveranstaltung am 24. August 2024. Am halbtägigen Anlass wird der Grundstein für eine offene Diskussion über die Zukunft der katholischen Kirche im Raum Zug gelegt. Die Veranstaltung bietet Platz für Austausch, Diskussion und die Entwicklung von Ideen. Dabei wird besonders Wert auf die Einbindung verschiedener Stimmen gelegt. Später wird in Workshops an einzelnen Themen weitergearbeitet. Um Professionalität und Unabhängigkeit zu garantieren, wird der Mitwirkungsprozess von einer externen Firma geführt und begleitet. Eingeladen sind alle Interessierten. Anmeldung unter www.kath-zug.ch/mitwirkung

 

Zukunft Inklusion – explizit auch in der Kirche

3. Juni 2024

 

Vom 15. Mai bis zum 15. Juni 2024 finden unter dem Motto «Zukunft Inklusion» Aktionstage für Behindertenrechte in der ganzen Schweiz statt. Der Pastoralraum Zug Walchwil macht aktiv mit und lädt alle Menschen, mit und ohne Beeinträchtigung, zu einem speziell inklusiven Gottesdienst ein. Er findet am Sonntag, 9. Juni 2024, um 10 Uhr, in der Kirche St. Oswald in Zug statt.

 

«Leider ist auch die Teilhabe am kirchlichen Leben für Menschen mit Beeinträchtigungen nicht immer gewährleistet. Dessen sind wir uns bewusst», sagt Pfarrer Reto Kaufmann. Deshalb war es selbstverständlich, dass auch die Katholische Kirche Zug bei den Aktionstagen für Behindertenrechte aktiv mitmacht.

 

Am 9. Juni 2024 findet deshalb ein ganz spezieller Gottesdienst statt. Dieser lädt explizit alle Menschen ein, gemeinsam den Glauben zu feiern und soll gleichzeitig sensibilisieren, «damit in Zukunft Inklusion in der Kirche nicht nur im Geist, sondern auch in der praktischen Umsetzung selbstverständlich wird», erklärt Markus Hauser, Fachverantwortlicher Altersarbeit im Pastoralraum.

 

Die Gesangsgruppe «Die Bande» untermalt den besonderen Gottesdienst. «Die Bande» setzt sich aus Menschen mit verschiedenen Behinderungen zusammen und wird von Claudia Nick angeleitet. Der Gottesdienst wird gestaltet von Pfarrer Reto Kaufmann und der Leiterin von seelsam, Karin Schmitz-Güttinger, zusammen mit anderen Beteiligten.

 

 

Positiver Rechnungsabschluss der Katholischen Kirchgemeinde Zug

15. Mai 2024

Die Rechnung der Katholischen Kirchgemeinde Zug schliesst mit einem Überschuss von 5,9 Mio. Franken ab. Der Kirchenrat wird der Kirchgemeindeversammlung beantragen, 2,5 Mio. Franken in die dringend nötige Sanierung der Kirchen St. Michael und St. Oswald zu investieren. 2 Mio. sollen für vergünstigten Wohnraum und 500 000 Franken für soziale Projekte verwendet werden. Die Kirchgemeindeversammlung findet am 10. Juni 2024, 19.30 Uhr, in der Kirche Gut Hirt statt.

 

Die Jahresrechnung 2023 der Katholischen Kirchgemeinde Zug weist bei einem Ertrag von knapp 25 Mio. Franken und einem Aufwand von rund 19 Mio. Franken einen Ertragsüberschuss von knapp 6 Mio. Franken aus. Dieser liegt deutlich über dem budgetierten Ergebnis von 89 000 Franken. Der Hauptgrund dafür liegt – wie bei den Abschlüssen von Kanton und Stadt Zug – bei ausserordentlich hohen Steuereinnahmen von juristischen Personen. Auch bei den natürlichen Personen sind die Einnahmen von rund 4,5 auf knapp 4,7 Mio. Franken leicht gestiegen. Dies, obwohl auch die Kirchgemeinde Zug als Reaktion auf die Ergebnisse der nationalen Missbrauchsstudie überdurchschnittlich viele Austritte zu verzeichnen hatte. 

 

Sanierung St. Michael und St. Oswald vordringlich

«Die Mehreinnahmen kommen zur richtigen Zeit» sagt Kirchenratspräsident Patrice Riedo. Im vergangenen Dezember hat sich eine Figur von der Fassade der Kirche St. Oswald gelöst. Eine noch nicht abgeschlossene Untersuchung zeigt, dass die Sandsteinkirchen St. Oswald und St. Michael in den nächsten Jahren dringend saniert werden müssen. «Neben den vielen sozialen und gesellschaftlich relevanten Aufgaben, die die Kirche subsidiär zu Stadt und Kanton erfüllt, ist gerade der Liegenschaftsunterhalt eine Aufgabe, die wir ohne Einnahmen von juristischen Personen nicht stemmen könnten» erklärt Riedo, der immer wieder mit der Frage konfrontiert wird, wie sich Kirchensteuern für juristische Personen rechtfertigen lassen.  

 

Kirchensteuern werden vor Ort investiert

Der Kirchenrat wird der Kirchgemeindeversammlung vom 10. Juni 2024 beantragen, knapp die Hälfte des Überschusses (2,5 Mio.) als Vorfinanzierung in einen Fonds zur Instandhaltung der Kirchen St. Michael einzuspeisen. 2 Mio. will er für die Bereitstellung von preisgünstigem Wohnraum einsetzen. 500 000 Franken sollen für soziale Projekte verwendet werden. So wird auch über die Verwendung des Überschusses, wie es für den Gesamtetat aller Kirchgemeinden gilt, demokratisch an der Kirchgemeindeversammlung entschieden und die meisten Mittel auch direkt vor Ort investiert.

 

Details:  Verwaltungsbericht und Rechnung 2023 

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Café für Begegnung und Beratung «d’Bauhütte» neu auch am Sonntag geöffnet

29. April 2024

Ab sofort ist das Café für Begegnung und Beratung «d’Bauhütte» in Zug neu auch sonntags geöffnet. Das ökumenische Projekt der katholischen Kirche Stadt Zug, der reformierten Kirche Kanton Zug und der CityKircheZug reagiert damit auf ein grosses gesellschaftliches Bedürfnis. Denn gerade am Sonntag fühlen sich viele Menschen einsam. 

 «Viele Gäste erzählen uns, dass vor allem die Sonntage für sie schwierig sind, weil sie dann allein sind», erklärt Sandra Heine, Projektleiterin des Café d’Bauhütte. Deshalb haben die Verantwortlichen bei der Stadt die Bewilligung eingeholt, das «Seelsorgecafé» an der Kirchstrasse 9 in Zug auch am Sonntag von 12.00 bis 16.30 Uhr zu öffnen, statt wie bisher nur von Dienstag bis Freitag, von 9.30 bis 16.30 Uhr.

Ort der Begegnung – gegen das Alleinsein
Ziel des Projekts, das von der katholischen Kirche der Stadt Zug, der reformierten Kirche Kanton Zug und der CityKircheZug getragen wird, ist es, Menschen unabhängig von Religion, Herkunft und persönlichem Hintergrund einen niederschwelligen Zugang zu Begegnung und seelsorgerlichem Gespräch zu ermöglichen. «Es gibt viele Gründe, wieso man sich in Zug einsam fühlen kann», erläutert Thomas Schmid, zuständiger Kirchenrat der Katholischen Kirchgemeinde Zug, «und es fehlt an Begegnungsorten ohne Konsumationszwang».

Von den Kirchen finanziert – von Freiwilligen getragen
Seit Eröffnung im Januar 2022 haben sich die Gästezahlen verdoppelt. Mit der Erweiterung der Öffnungszeiten wächst das Angebot weiter. Gestemmt wird die Arbeit neben der Betriebs- und Projektleiterin, die bei der Katholischen Kirchgemeinde Zug angestellt ist, fast ausschliesslich von rund 40 Freiwilligen. Sowohl das Beratungsteam, das sich aus Seelsorgenden, Psychologinnen und Sozialarbeiterinnen zusammensetzt, als auch die Gastgebenden arbeiten ehrenamtlich. So bietet der Ort nicht nur einen Mehrwert für die Gäste. Er bietet auch die Möglichkeit an regelmässiger und sinnstiftender Tätigkeit, die wiederum ein hohes Mass an Wertschätzung schenkt.

Weitere Informationen: d'Bauhütte – Café. Begegnung. Beratung. (cafe-bauhuette.ch)

 

 

 

 

Grüezi

Die Stadtzuger Pfarreien bilden zusammen mit der Pfarrei St. Johannes in Walchwil den Pastoralraum Zug Walchwil.

 

Please visit good-shepherd.ch, the website of our «English Speaking Catholic Community»

 

d'Bauhütte - Café für Begegnung und Beratung. Wir freuen uns auf Ihren Besuch

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