Positiver Rechnungsabschluss der Katholischen Kirchgemeinde Zug

15. Mai 2024

Die Rechnung der Katholischen Kirchgemeinde Zug schliesst mit einem Überschuss von 5,9 Mio. Franken ab. Der Kirchenrat wird der Kirchgemeindeversammlung beantragen, 2,5 Mio. Franken in die dringend nötige Sanierung der Kirchen St. Michael und St. Oswald zu investieren. 2 Mio. sollen für vergünstigten Wohnraum und 500 000 Franken für soziale Projekte verwendet werden. Die Kirchgemeindeversammlung findet am 10. Juni 2024, 19.30 Uhr, in der Kirche Gut Hirt statt.

 

Die Jahresrechnung 2023 der Katholischen Kirchgemeinde Zug weist bei einem Ertrag von knapp 25 Mio. Franken und einem Aufwand von rund 19 Mio. Franken einen Ertragsüberschuss von knapp 6 Mio. Franken aus. Dieser liegt deutlich über dem budgetierten Ergebnis von 89 000 Franken. Der Hauptgrund dafür liegt – wie bei den Abschlüssen von Kanton und Stadt Zug – bei ausserordentlich hohen Steuereinnahmen von juristischen Personen. Auch bei den natürlichen Personen sind die Einnahmen von rund 4,5 auf knapp 4,7 Mio. Franken leicht gestiegen. Dies, obwohl auch die Kirchgemeinde Zug als Reaktion auf die Ergebnisse der nationalen Missbrauchsstudie überdurchschnittlich viele Austritte zu verzeichnen hatte. 

 

Sanierung St. Michael und St. Oswald vordringlich

«Die Mehreinnahmen kommen zur richtigen Zeit» sagt Kirchenratspräsident Patrice Riedo. Im vergangenen Dezember hat sich eine Figur von der Fassade der Kirche St. Oswald gelöst. Eine noch nicht abgeschlossene Untersuchung zeigt, dass die Sandsteinkirchen St. Oswald und St. Michael in den nächsten Jahren dringend saniert werden müssen. «Neben den vielen sozialen und gesellschaftlich relevanten Aufgaben, die die Kirche subsidiär zu Stadt und Kanton erfüllt, ist gerade der Liegenschaftsunterhalt eine Aufgabe, die wir ohne Einnahmen von juristischen Personen nicht stemmen könnten» erklärt Riedo, der immer wieder mit der Frage konfrontiert wird, wie sich Kirchensteuern für juristische Personen rechtfertigen lassen.  

 

Kirchensteuern werden vor Ort investiert

Der Kirchenrat wird der Kirchgemeindeversammlung vom 10. Juni 2024 beantragen, knapp die Hälfte des Überschusses (2,5 Mio.) als Vorfinanzierung in einen Fonds zur Instandhaltung der Kirchen St. Michael einzuspeisen. 2 Mio. will er für die Bereitstellung von preisgünstigem Wohnraum einsetzen. 500 000 Franken sollen für soziale Projekte verwendet werden. So wird auch über die Verwendung des Überschusses, wie es für den Gesamtetat aller Kirchgemeinden gilt, demokratisch an der Kirchgemeindeversammlung entschieden und die meisten Mittel auch direkt vor Ort investiert.

 

Details:  Verwaltungsbericht und Rechnung 2023 

Kirchgemeindeversammlung

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Café für Begegnung und Beratung «d’Bauhütte» neu auch am Sonntag geöffnet

29. April 2024

Ab sofort ist das Café für Begegnung und Beratung «d’Bauhütte» in Zug neu auch sonntags geöffnet. Das ökumenische Projekt der katholischen Kirche Stadt Zug, der reformierten Kirche Kanton Zug und der CityKircheZug reagiert damit auf ein grosses gesellschaftliches Bedürfnis. Denn gerade am Sonntag fühlen sich viele Menschen einsam. 

 «Viele Gäste erzählen uns, dass vor allem die Sonntage für sie schwierig sind, weil sie dann allein sind», erklärt Sandra Heine, Projektleiterin des Café d’Bauhütte. Deshalb haben die Verantwortlichen bei der Stadt die Bewilligung eingeholt, das «Seelsorgecafé» an der Kirchstrasse 9 in Zug auch am Sonntag von 12.00 bis 16.30 Uhr zu öffnen, statt wie bisher nur von Dienstag bis Freitag, von 9.30 bis 16.30 Uhr.

Ort der Begegnung – gegen das Alleinsein
Ziel des Projekts, das von der katholischen Kirche der Stadt Zug, der reformierten Kirche Kanton Zug und der CityKircheZug getragen wird, ist es, Menschen unabhängig von Religion, Herkunft und persönlichem Hintergrund einen niederschwelligen Zugang zu Begegnung und seelsorgerlichem Gespräch zu ermöglichen. «Es gibt viele Gründe, wieso man sich in Zug einsam fühlen kann», erläutert Thomas Schmid, zuständiger Kirchenrat der Katholischen Kirchgemeinde Zug, «und es fehlt an Begegnungsorten ohne Konsumationszwang».

Von den Kirchen finanziert – von Freiwilligen getragen
Seit Eröffnung im Januar 2022 haben sich die Gästezahlen verdoppelt. Mit der Erweiterung der Öffnungszeiten wächst das Angebot weiter. Gestemmt wird die Arbeit neben der Betriebs- und Projektleiterin, die bei der Katholischen Kirchgemeinde Zug angestellt ist, fast ausschliesslich von rund 40 Freiwilligen. Sowohl das Beratungsteam, das sich aus Seelsorgenden, Psychologinnen und Sozialarbeiterinnen zusammensetzt, als auch die Gastgebenden arbeiten ehrenamtlich. So bietet der Ort nicht nur einen Mehrwert für die Gäste. Er bietet auch die Möglichkeit an regelmässiger und sinnstiftender Tätigkeit, die wiederum ein hohes Mass an Wertschätzung schenkt.

Weitere Informationen: d'Bauhütte – Café. Begegnung. Beratung. (cafe-bauhuette.ch)

 

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Verlängerung Ausstellung Heilig Grab in Oberwil

Das Kulissen-Heiliggrab in der Kapelle St. Nikolaus in Oberwil bleibt ausnahmsweise bis in den Frühsommer ausgestellt. Weil eine neue Beleuchtung geplant ist, bietet sich der Bevölkerung die einmalige Gelegenheit, ein kulturhistorisch bedeutendes Werk zu besichtigen, welches normalerweise nur über die Kar- und Ostertage ausgestellt wird.

 

1774 erhielt die Kapelle St. Nikolaus in Oberwil ein vom Zuger Maler Carl Josef Speck gemaltes Kulissenheiliggrab. Es entstand im Barock, einer Epoche, die es wie keine andere verstand, religiöse Feiern als «Heiliges Theater» zu inszenieren. Die aus mehreren hintereinander aufgestellten Kulissen bestehenden Heiliggräber wurden am Hohen Donnerstag aufgebaut. Damit wandelte sich der Chorraum an den Tagen zwischen Karfreitag und der Osternacht zu einer Bühne mit wechselnden Bildern. Anfang des 20. Jahrhunderts, dem damaligen Zeitgeschmack entsprechend übermalt und in veränderter Form erneut aufgestellt, lagerten die Kulissen in den vergangenen Jahrzehnten im Kirchenestrich. Nach fachmännischer Rekonstruktion und Restaurierung im Jahr 2019 wurde das Heiliggrab nun zum vierten Mal aufgebaut.  

 

Dank neuer Beleuchtung soll das vielschichtige Kunstwerk besser zur Geltung kommen. Die Planungsarbeiten für diese neue Beleuchtung erfordern einige Wochen. Deshalb bleibt das Heilig Grab entgegen der Tradition länger ausgestellt. Eine einmalige Gelegenheit, es zu besichtigen.

 

Die Kapelle ist von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

 

 

Fassadenprüfung Kirche St. Michael

Im Rahmen von Unterhaltsarbeiten vom 4. April, 12.00 Uhr, bis zum 5. April 2024, 18.00 Uhr, wird die gesamte Sandsteinfassade und der Turm der Kirche St. Michael in Zug durch einen Steinbildhauer und Restaurator kontrolliert.

Die Massnahmen erfordern den Einsatz von Hebebühnen, deren Gewicht die zulässige Traglast des Kirchengeländes übersteigt. Deshalb muss die Lkw-Bühne auf den befestigten Parkflächen um St. Michael herum platziert werden. Die Katholische Kirchgemeinde entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten. 

 

Arbeiten im Zusammenhang mit Absturz Figur an Kirche St. Oswald

Die Unterhaltsarbeiten stehen im Zusammenhang mit der Prüfung der Sandsteinfassaden der Kirchen St. Oswald, St. Michael und der Liebfrauenkapelle. Nachdem sich am 12. Dezember 2023 die Figur des heiligen Wolfgang von der Fassade der Kirche St. Oswald gelöst hat, hat die Katholische Kirchgemeinde Zug umgehend und vorsorglich eine umfassende Prüfung sowohl der Kirche St. Oswald als auch der Kirche St. Michael und der Liebfrauenkapelle in Auftrag gegeben. Sobald die Ergebnisse vorliegen, finden Sie hier ein Update.  

 

Weitere Informationen:
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information: Abnahme der Skulpturen an den Strebepfeilern der Westfassade von St. Oswald

Nachdem am 12. Dezember die Figur des Heiligen Wolfgang auf den Vorplatz von St. Oswald gestürzt war, wurden die beiden Strebepfeiler der Westfassade eingerüstet und die verbleibenden Figuren von einem Experten untersucht. Der Alterungsprozess der verbliebenen Figuren ist ähnlich weit fortgeschritten, weshalb die Skulpturen bereits vor Weihnachten mit Spanngurten an der Fassade gesichert wurden.

 

Am Mittwoch, 17. Januar 2024, wird Sandsteinspezialist, Steinbildhauer und Restaurator Tobias Hotz (TH Conservations, Weinfelden), diese mit seinem Team abnehmen und in das Lapidarium St. Michael überführen. Dort befindet sich bereits der Grossteil der noch erhaltenen spätmittelalterlichen Skulpturen von St. Oswald. Es ist davon auszugehen, dass die Figurennischen der Strebepfeiler für längere Zeit leer bleiben werden.

 

Weitere Informationen:
Medienmitteilungen vom 13.12.2023 und 15.1.2024

 


 

Information: Ablösung/Absturz einer Figur an der Fassade der Kirche St. Oswald, Zug

Am Dienstag, dem 12. Dezember gegen 8.50 Uhr löste sich eine Skulptur der West-Fassade von St. Oswald aus ihrer Figurennische und stürzte samt Konsole auf den Vorplatz der Kirche. Es kamen keine Personen zu Schaden. Der Korpus der Skulptur ist nicht komplett zerbrochen, jedoch haben der Kopf, die Gliedmassen und die Kirche, welche der Heilige Wolfgang als Attribut bei sich trägt, gelitten. Die Figurenteile sind gesichert und eingelagert.

 

Die Figur des Heiligen Wolfgang ist eine von acht Skulpturen, welche die Nischen der beiden Strebepfeiler im Bereich der Westfassade schmücken. Diese wurden von Jean Salvadè von Caslano und verschiedenen Steinbildhauern aus Zug in der Bauhütte bei St. Oswald nach dem Vorbild der spätgotischen Figuren von Ulrich Rosenstain in den 1930er Jahren gefertigt.

 

Der sogenannte «saure Regen» und die starken Witterungseinflüsse haben den Alterungsprozess des Sandsteines wohl stark beschleunigt, so dass sich die Konsole samt Figur von der Fassade löste. Verschiedene Fachleute waren kurz nach dem Ereignis am 12. Dezember bereits vor Ort. Der Bereich um die Strebepfeiler ist abgesperrt. Passantinnen und Passanten werden gebeten, den abgesperrten Bereich nicht zu betreten. In den kommenden Tagen wird ein Gerüst aufgebaut. Ein erfahrener Steinbildhauer und Restaurator überprüft zeitnah die verbliebenen sieben Skulpturen.

 


 

Missbrauch in der katholischen Kirche – wir nehmen Stellung

Viele Menschen in unseren Pfarreien sind von der Kirche und ihren Amtsträgern enttäuscht. Viele Gläubige und insbesondere auch ehrenamtlich Engagierte, die sich zum Teil seit Jahrzehnten in den Pfarreien engagieren, sind verstört und verstehen ihre Kirche nicht mehr. Wir fühlen mit Ihnen.

 

Es ist unfassbar, welches Leid unzähligen Menschen, insbesondere auch Kindern, durch Verantwortliche der Kirche angetan worden ist.

 

Wir erwarten eine lückenlose Aufklärung und befürworten die Untersuchungen uneingeschränkt. Die Kirchgemeinden Zug und Walchwil sind bereit, die notwendigen Unterstützungen zu gewähren. Im Gegenzug erwarten wir auch strukturelle Veränderungen – auch dafür setzen wir uns ein.

 

Im Pastoralraum Zug Walchwil nehmen wir die Prävention sehr ernst: Alle Mitarbeitenden werden zum Thema ‘Nähe und Distanz’ geschult. Seit einigen Jahren müssen Mitarbeitende eine Selbstverpflichtung unterzeichnen sowie einen Strafregisterauszug (Privat- und Sonderprivatauszug) einreichen. Diese werden in regelmässigen Abständen erneut eingefordert. In den jährlichen Mitarbeitendengesprächen gehört diese Thematik verpflichtend zum Gespräch. Die staatskirchenrechtliche und die pastorale Seite arbeiten in diesen Fragen engstens zusammen.

 

Seelsorgende, Mitarbeitende und Mitglieder des Kirchenrates setzen alles daran, weiterhin gute Arbeit zum Wohle der Menschen zu leisten, um bestenfalls verlorenes Vertrauen wieder zurückzugewinnen. Was uns wichtig ist: Im Zentrum steht der christliche Glaube – und nicht die kirchliche Struktur.

 

Wenn Sie mit jemandem reden möchten, sind wir sehr gerne für Sie da. Melden Sie sich jederzeit bei uns oder bei einer unserer Seelsorgerinnen oder Seelsorger bzw. bei der kantonalen Opferberatung Zug (opfer@remove-this.eff-zett.ch, Tel. 041 725 26 50).

 

Im Namen des Kirchenrates Zug, des Kirchenrats Walchwil und in der Funktion als Pastoralraumpfarrer:

 

Patrice Riedo, Toni Rust und Reto Kaufmann

 

Gemeindeleitungen im Pastoralraum:

  • Reto Kaufmann, Pfarrer Bruder Klaus und St. Michael
  • Benjamin Meier, Gemeindeleiter St. Johannes Walchwil
  • Kurt Schaller, Pfarrer Gut Hirt, Zug
  • Bernhard Lenfers Grünenfelder, Gemeindeleiter, St. Johannes Zug

 


 

Absage Installation Domherr

Reto Kaufmann verzichtet auf die Einsetzungsfeier als Domherr des Standes Zug, die für den 23. November geplant war. Dies als Zeichen der Solidarität gegenüber den Betroffenen von sexuellem Missbrauch.

 

Die Ernennung und der Auftrag als Domherr zu wirken, bleiben unabhängig von den Feierlichkeiten bestehen.
 


 

Grüezi

Die Stadtzuger Pfarreien bilden zusammen mit der Pfarrei St. Johannes in Walchwil den Pastoralraum Zug Walchwil.

 

Please visit good-shepherd.ch, the website of our «English Speaking Catholic Community»

 

d'Bauhütte - Café für Begegnung und Beratung. Wir freuen uns auf Ihren Besuch

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